ISER – Informatik Sammlung Erlangen

NEU: Die virtuelle Führungslinie.

Ein erster Teil unserer Führungslinie mit Vitrinen und Räumen ist nun unter „Ausstellung“ / „Führungslinie“ online.   LINK!

Die Informatik-Sammlung Erlangen (ISER) des Regionalen Rechenzentrums Erlangen (RRZE) und des Departments Informatik ist die jüngste Sammlung der FAU Erlangen.

Sie entstand im Jahre 2000 durch Zusammenlegung des Informatik-Archivs von Prof. Dr. Wolfgang Händler, dem Vater der Erlanger Informatik, und einer Sammlung von ausrangierten Geräten des RRZE, dem RRZE-Museum von Dr. Franz Wolf, dem damaligen Leiter des Rechenzentrums.

 

AKTUELLES:

Besuch von der Textilkünstlerin Vreneli Harborth

Die ISER bekommt immer wieder Besuch von interessanten Gästen und Künstlern. Im Januar 2025 war die Textilkünstlerin Vreneli Harborth zu Gast.

Sie ist Absolventin der Neue Medien Kunsthochschule Kassel und beschäftigt sich mit der Materialisierung von Daten in Textilien. So arbeitete sie z.B. den Code der Zuse Z3 mittels der Steuerlochkarte einer Strickmaschine in ein Textilstück ein.

https://www.vreneliharborth.de/

 

Die ISER im Fernsehen.

Im August 2024 war das Frankenfernsehen und der Bayerische Rundfunk bei der ISER zu Dreharbeiten.

   

(Um die Beiträge zu sehen, bitte auf das jeweilige Bild klicken.)

Wie so oft haben sich bei der Berichterstattung Fehler und nicht korrekte Aussagen eingeschlichen.

Das Frankenfernsehen hat aus unserer Zuse Z23 die Zuse Z3 gemacht. Die Z3 wurde 1943 bei einem Bombenangriff zerstört. Ein Nachbau der Z3 kann im Deutschen Museum bewundert werden.

Der BR berichtet von unserer Zuse als „ersten programmierbaren Rechner der Welt“, was natürlich nicht der Fall ist. Unsere Zuse war 1962 der erste Computer an unserer Universität.

 

Virtueller Rundgang zu unserer Ausstellung „50 Jahre Informatik in Franken“ online

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erbschaft einer „Walther“-Rechenmaschinensammlung

 

Fotoshooting in der ISER

Am 7. März bekam die ISER Besuch eines Fotografen aus England. Er selbst bezeichnet sich wie folgt:

Fotograf, Retuscheur, Art Director und ultimativer Nerd: „Docubyte“ ist James Ball, ein Design- und Technologiebesessener, der unter diesem Pseudonym arbeitet. In seinen Arbeiten verschmelzen Farbe, subtile restaurative Manipulationen und alte sowie moderne Technik.

„Es war die Kombination aus Dokumentarfotografie und meiner Arbeit als Retuscheur in der Werbebranche, aus der ‚Docubyte‘ hervorging, als meine Leidenschaft für historische Maschinen und meine Fähigkeit zur digitalen Verschönerung aufeinandertrafen.“

Er arbeitet für internationale Magazine wie „The Telegraph“, „Vice Magazine“, „GEO Epoche“ und „Zeit Wissen“.

Sein neuestes Projekt mit dem deutschen Taschen Verlag ist ein Bildband über die Geschichte des Computers, für den er Aufnahmen einiger Rechner unserer Sammlung benötigt. Sein Interesse gilt in besonderem Maße der Zuse Z23, die, wie er schrieb, „unglaublich aussehende TR-445 und die CDC 3300“, sowie einigen Multiprozessorrechnern aus der Ausstellung. Die Bilder werden von ihm einem äußerst umfangreichen Retuschierprozess unterzogen, damit die Maschinen wie neu aussehen.

Für dieses Projekt hat er bereits alle bedeutenden Computermuseen weltweit besucht. Umso mehr erfreute mich seine Begeisterung für die ISER, die, wie er meinte, eine bedeutende und lebendige Sammlung der Computergeschichte darstelle, und sich nicht hinter den großen Museen zu verstecken brauche.

Link zur Arbeit von James Ball:

https://www.docubyte.com/projects/guide-to-computing/

 

Übernahme der Sammlung des Rechenzentrums der Universität Würzburg

Mitte Dezember 2022 bekam die ISER den Hinweis, dass das Rechenzentrum der Universiät Würzburg wegen Platzmangels eine große Menge alter Hardware entsorgen musste. Darunter waren auch Objekte, die einmal in einer Ausstellung und in Vitrinen präsentiert wurden, um die sich aber niemand mehr kümmern und die niemand kuratieren konnte.

Das Abholdatum war mit dem 16. Januar sehr zeitnah gelegt. Da erste Bilder vielversprechend waren, machte ich mich kurz vor Weihnachten auf den Weg nach Würzburg, um die alte Hardware zu sichten.

Die Bilder unten zeigen die Exponate, die in dieser ersten „Fuhre“ mit dem PKW nach Erlangen geholt wurden. Da die Universität Würzburg, wie wir in Erlangen auch, eine Telefunkenanlage TR440 betrieben hat, sind die Würzburger Exponate zu dieser Anlage für uns eine wunderbare Ergänzung.

Für die zweite Abholaktion am 23. Januar musste ein Transporter der Erlanger Betriebstechnik geliehen werden, um die schweren und sperrigen Objekte transportieren zu können.

Nicht im Bild ist ein Standard-Elektrik-Lorenz-Fernschreiber aus den 1950er Jahren, wie er auch an Zuse-Rechnern Verwendung fand.

Nun müssen sämtliche Objekte inventarisiert, d.h. vermessen und zugeordnet werden. Auch die Identifizierung der einzelnen Stücke ist nicht immer einfach, manchmal ist nicht einmal deren Funktionsweise ersichtlich. Bei Platinen sind oftmals keine Hinweise auf den Hersteller und den Rechner, in denen sie eingebaut waren, vorhanden.

Unter „Aktuelles“ werden die Objekte in nächster Zeit einzeln vorgestellt.

 

Die ISER auf dem „ZAMstival“ vom 6. bis 13. Juli 2022

Vom 6. bis zum 13. Juli 2022 fand in Erlangen das „ZAMstival“ statt, bei dem der Betreiberverein des „ZAM“ eingeladen hatte, um sich und die zukünftigen Projekte der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Das „ZAM“ – Zentrum für Austausch und Machen – befindet sich in den Gebäuden des ehemaligen Haushaltswarengeschäftes Greiner, Hauptstraße 65-67 in Erlangens Innenstadt (Link).

Die ISER und das „ZAM“ hatten schon zuvor Kontakt, da vor einiger Zeit mehrere alte Rechenmaschinen aus dem Fundus der Firma Greiner von uns übernommen wurden. Außerdem kommen mehrere Verantwortliche und Mitglieder des „ZAM“ aus der Informatik, dem RRZE und dem FabLab der FAU.

So entstand die Idee, dass auch die ISER einen Beitrag zum „ZAMstival“ leisten könnte, da in Zukunft evtl. ein Retro-Rechner Bastellabor und Ausstellungen mit der ISER möglich wären. Wir ergänzten die Mitmach-Ausstellung „Vintage Digital“ durch Konsolen und Retro-Computer zum Mitspielen und sowie durch antike Rechenmaschinen, an denen die Besucher selbst Hand anlegen konnten.Höhepunkt war ein Vortrag von Jürgen Weigert am Samstag, bei dem er seine, mit dem Lasercutter geschnittene und aus 500 Teilen zusammengesetzte, Schickardsche Rechenuhr vorstellte.
Im Anschluss präsentierten wir unseren orginalgetreuen Nachbau dieser ersten Rechenmaschine, sowie weitere mechanische Rechner aus dem Fundus der Sammlung.
Auch am darauf folgenden Sonntag war unsere Vorführung gut besucht. 

 

Spender: Privat am 14.02.2025 Inventarnummer: I2171 Standort: U362.1.3 Objekt: Nanosignalprozessor Modell: NSP 81 Hersteller: Lehrstuhl für Nachrichtentechnik, FAU, Erlangen Baujahr: 1981 Seriennummer: keine, da Prototype Maße: 520 x 500 x 163 (L/B/H) Gewicht: 15000 ...

Kategorie: Neuzugänge

Spender: Privat am 1.02.2025 Inventarnummer: I2169 Standort: U370.2.2 Objekt: Totalia 5300 Modell: Mod. 49 - 5000/M Hersteller: Lagomarsino, F.A.I. (Fabbrica Addizionatrice Italiana), Mailand, Italien Baujahr: 1960 Seriennummer: 434292 Maße: 390 x 270 x 220 (L/B/H) Gewic...

Kategorie: Neuzugänge